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KV Berlin bereitet Rollout für Impfen in den Praxen vor

KV Berlin bereitet Rollout für Impfen in den Praxen vor

Mit Inkrafttreten der neuen Impfverordnung in der kommenden Woche beginnt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin mit dem Impfen in den Praxen. Im ersten Schritt werden rund 100 Praxen an den Start gehen, unter ihnen befinden sich diabetologische und onkologische Schwerpunktpraxen sowie Hausarztpraxen. Im zweiten Schritt wird eine flächendeckende Einbeziehung aller Arztpraxen vorbereitet.

„Wir begrüßen, dass der Gesetzgeber mit dem aktuell vorliegenden Entwurf der Impfverordnung den Weg frei macht für einen flächendeckenden Impf-Rollout in der vertragsärztlichen Versorgung“, heißt es von Seiten des Berliner KV-Vorstands, der dies bereits seit Anfang des Jahres fordert. „Wir sind vorbereitet und freuen uns, dass sich bereits viele Praxen bei uns gemeldet haben, die beim Impfen dabei sein wollen. Wir starten erst einmal mit einigen Modellpraxen, um die Prozesse durchzuspielen, und werden, sobald ausreichend Impfstoff in Berlin eintrifft, sukzessive alle anderen Praxen in den Impfprozess mit einbeziehen.“

Die KV Berlin geht davon aus, dass in den Praxen in der Startphase Astrazeneca verimpft wird und je nach Lieferaufkommen weitere Impfstoffe folgen. Die rund 100 Modellpraxen werden nach den Priorisierungsvorgaben der Impfverordnung impfen. Abhängig von der gelieferten Impfstoffmenge laden sie ausschließlich Bestandspatienten ein, die an einer chronischen Erkrankung laut Impfverordnung leiden und zwischen 18 und 64 Jahre alt sind. Sobald ausreichend Impfstoff da ist, was für Ende März bzw. Anfang April angekündigt wurde, und die Patientinnen und Patienten im Rahmen des § 3 Abs. 2 der Impfverordnung geimpft worden sind, fordert die KV Berlin, dass sich jeder in den Praxen impfen lassen kann, der dies möchte.

Ebenso wichtig ist es der KV Berlin, dass die Schutzimpfungen gegen das Coronavirus zeitnah so „normal“ behandelt werden wie alle anderen Impfungen auch. Das beinhalte dann auch eine Abkopplung von den bisherigen, mitunter sehr bürokratischen Prozessen unter Federführung von Bund und Ländern. „Sobald die Impfstofflager voll sind, sollten die ambulanten Strukturen vollumfänglich genutzt werden, um eine schnelle Durchimpfung der Bevölkerung zu erreichen“, heißt es abschließend.

Aktuell befindet sich die KV Berlin im Vorbereitungsprozess, geht aber davon aus, dass bis Ende der kommenden Woche alle Prozesse geregelt sind, um mit dem Impfen in den Modellpraxen starten zu können.

Hinweis an die Medien: Für Ende der kommenden Woche bereitet die KV Berlin einen Pressetermin für die erste Impfung in einer Berliner Praxis vor. Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation bittet die KV Berlin bereits jetzt um Verständnis, dass es sich um einen Pooltermin handeln wird. Weitere Informationen folgen zeitnah.

https://www.kvberlin.de/die-kv-berlin/pressemitteilungen/detailansicht/pm200304-1